Der Sinn- und Anwendungsbereich der Begriffe „Physiognomie“ und „Physiognomik“ in der deutschen und türkischen Sprache


Man bemüht sich seit der Antike ausgehend von der Physiognomie einer Person etwas über den Charakter herauszufinden. Dabei gilt es festzustellen, was diese ausmacht, zumal man nahezu annehmen könnte, dass das Äußere mit dem Inneren des Menschen eine Einheit bildet. So könnte die äußerliche Erscheinung auf die typischen Eigenschaften des Menschen hinweisen. Im Rahmen einer solchen Innen-Außen-Dialektik deutet man das Individuum fast in jedem Bereich. Jeder wissenschaftliche und künstlerische Bereich im Westen und im Osten behandelt dieses dialektische Verhältnis ihren Schwerpunkten zufolge. Parallel dazu gewannen die Begriffe „Physiognomie“ und „Physiognomik“ an unterschiedliche Sinn- und Anwendungsbereiche in den Sprachen. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Sinnbereiche der Begriffe „Physiognomie“ und „Physiognomik“ in der deutschen und türkischen Sprache vergleichend zu analysieren und die Ähnlichkeiten und Unterschiede festzustellen. So lassen sich einige deutsche und türkische Wörterbücher einsetzen, um deren Bedeutungen festzustellen. Daraufhin wird es herausbekommen, dass in den modernen auf Türkisch geschriebenen Schriften zwar keine klare Unterscheidung zwischen den erwähnten Begriffen so wie im Deutschen vorhanden ist, jedoch die aus dem Persischen und Arabischen entlehnten Begriffe in auf Alttürkisch geschriebenen Texten die sogenannte Unterscheidung deutlich zeigen. Im deutschen Kontext wurden die Begriffe tiefer geforscht, was auf den Sinnbereich der Begriffe wirkt.


Keywords


Physiognomie, Physiognomik, Innen-Außen-Dialektik, Terminologie, Literaturwissenschaft

Author: Müge ARSLAN KARABULUT
Number of pages: 84-96
DOI: http://dx.doi.org/10.29228/rssstudies.39557
Full text:
RESEARCHER SOCIAL SCIENCE STUDIES
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